Hausgeschichten

Viele Häuser in Erpfting blicken auf eine zum Teil langjährige und wechselhafte Geschichte zurück. Gerade Bauernhäuser im Dorfkern werden schon seit Generationen bewohnt und dienen seit jeher als Lebensmittelpunkt. Im Folgenden werden die individuellen “Hausgeschichten” vorgestellt.

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Nordstraße 4, Alte Hausnummer 69, Alter Hausname „Sattler“

Ein erster Besitzer namens Wolf Heusler ist 1663 nachgewiesen. Er war als Zimmerer tätig und erwarb gleichzeitig das Haus Nr. 64 (alte Hausnummer) im Dorf. Angeblich soll er das vermutlich im Dreißigjährigen Krieg verbrannte Haus vor 1671 wieder aufgebaut haben. Auf Heusler folgten im Jahr 1692 Georg Aurbacher und 1705 Simon Popp, der wie sein Sohn Leonhard als Fassmaler tätig war. Auch Johann Gropp, der 1748 einheiratete, war Fassmaler.

Das Anwesen gehörte von 1732-1773 zum Landsberger Jesuitenkolleg, wurde seinerzeit schon als „gemauerte Behausung“ erwähnt, anschließend  dann bis 1808 von der Malteserkommende Landsberg verwaltet.

Von 1797-1929 war das Anwesen mit kurzen Unterbrechungen im Besitz von Cölestin Geyer und seinen Nachfahren, 1939 übernahm Georg Weber, der vermutlich eine Innenrenovierung durchführte. 1957 wurde ein Metzgerladen in die Tenne eingebaut